Vitamin-B-Mangel: Risikofaktoren

Stress, Alter & Co.

Vitamin-B-Mangel: Risikofaktoren

Höheres Lebensalter

Ein höheres Lebensalter kann die Entwicklung eines Vitamin-B-Mangels begünstigen. Das hat verschiedene Gründe: Zum einen kommt es mit zunehmendem Alter zu verschiedenen Veränderungen im Verdauungstrakt, die dazu führen, dass lebensnotwendige Vitalstoffe nicht mehr so gut aufgenommen werden können. Zum anderen verändert sich infolge von Kauproblemen häufig auch das Essverhalten; vitaminreiche Lebensmittel wie knackiges Obst und Gemüse werden oft gemieden. Hinzu kommt, dass auch die Einnahme bestimmter Medikamente Auswirkungen auf den Vitaminhaushalt haben kann.

Erfahren Sie hier mehr zu kombiniertem Vitamin-B-Mangel bei älteren Menschen.

Stress und erhöhte Leistungsanforderungen

Auch Stress kann die Vitamin-B-Versorgung aus dem Lot bringen. Denn unter Druck schüttet der Körper Botenstoffe wie Noradrenalin und Cortisol aus. Um diese zu bilden, werden B-Vitamine benötigt. Daher steigt insbesondere bei Dauerstress der Bedarf an diesen Vitaminen an. Wird dieser nicht gedeckt, kann sich leicht ein Mangel entwickeln, der sich auch in Form von Erschöpfungssymptomen* bemerkbar machen kann. Besonders häufig betroffen sind zum Beispiel berufstätige Mütter, pflegende Angehörige oder Menschen, die im Job stark gefordert sind.

Hohe körperliche Aktivität und Sport

Bei hoher Belastung, wie beispielsweise beim Sport oder bei schwerer körperlicher Arbeit, verbraucht der Körper vermehrt Vitalstoffe. Werden die Muskeln vermehrt beansprucht, steigt beispielsweise der Bedarf an Vitamin B6, denn es spielt eine wichtige Rolle beim Eiweißstoffwechsel. Für die Erholung des Körpers (Regeneration) ist zudem Vitamin B12 von großer Bedeutung. Wer von seinem Körper daher regelmäßig ein hohes Maß an Leistung fordert, sollte seine Ernährung gut im Blick haben – und vor allem auf eine ausreichende Zufuhr an Vitalstoffen achten. Dann bleibt Bewegung auch gesund.

Erfahren Sie hier mehr zu kombiniertem Vitamin-B-Mangel bei Sportlern.

Zu geringe Aufnahme über die Nahrung

Eine Fehl- oder Mangelernährung kann zu einem Vitalstoffmangel führen. Bei Diäten ist das Risiko besonders groß. Aber auch wer ausreichend isst, ist nicht unbedingt vor einem Vitaminmangel sicher: Fertiggerichte und Fast Food enthalten beispielsweise reichlich Kalorien, liefern aber kaum Vitalstoffe. Und sogar Menschen, die sich gesund ernähren, können betroffen sein. So zählen etwa Veganer und Vegetarier zu den wichtigsten Risikogruppen für einen Vitamin-B-Mangel. Denn einige lebenswichtige Aufbaustoffe – vor allem Vitamin B12 – kommen praktisch ausschließlich in tierischen Produkten vor. Ideal ist daher eine abwechslungsreiche und ausgewogene Kost mit reichlich Obst und Gemüse, täglich Vollkorn- und Milchprodukten, zweimal wöchentlich Fisch und maximal 3-mal wöchentlich Fleisch.

Extra-Tipp für Veganer: Es gibt zwar mit Vitamin B12 angereicherte Lebensmittel (z. B. Sojaprodukte, Müslis). Allerdings können diese keine ausreichende Versorgung mit dem Vitamin gewährleisten. Lassen Sie daher Ihre B-Vitaminspiegel regelmäßig überprüfen und sprechen Sie mit Ihrem Arzt auch über die Möglichkeiten der Medivitan® Aufbaukur mit der speziell entwickelten Kombination aus Vitamin B6, B12 und Folsäure.

Chronische Erkrankungen

Viele chronische Erkrankungen haben zur Folge, dass der Körper Vitamine und andere Nährstoffe nicht so gut aufnehmen kann (sog. Resorptionsstörungen). Dies ist unter anderem bei Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes und der Leber der Fall. Vor allem Vitamin B12 wird bei chronischen Magen- und Darmerkrankungen nur in geringen Mengen vom Körper aufgenommen. Zusätzlich können Begleiterscheinungen wie Erbrechen und Durchfall dafür sorgen, dass wichtige Vitalstoffe vermehrt ausgeschieden werden.

Erfahren Sie hier mehr zu kombiniertem Vitamin-B-Mangel bei Menschen mit chronischen Erkrankungen.

Bestimmte Medikamente

Auch die Einnahme einiger Arzneimittel kann sich negativ auf die Versorgung mit B-Vitaminen auswirken. Denn viele Präparate hemmen die Aufnahme der Aufbaustoffe in den Körper. Dazu zählen beispielsweise Medikamente für Diabetiker, Mittel gegen Sodbrennen (z.B. sogenannte Protonenpumpenhemmer), Hormonpräparate mit Östrogenen (z.B. Hormonersatztherapie in den Wechseljahren, Antibabypille) sowie bestimmte Wirkstoffe zur Behandlung von Asthma. Sie erhöhen das Risiko für einen Vitamin-B-Mangel und können so auch Erschöpfungssymptome wie verminderte Leistungsfähigkeit, ständige Müdigkeit oder Konzentrationsstörungen begünstigen.
Wichtig: Setzen Sie ärztlich verordnete Arzneimittel niemals eigenständig ab, sondern fragen Sie Ihren Arzt um Rat und besprechen Sie mit ihm das weitere Vorgehen.

Rauchen und Alkoholkonsum

Keine Frage: Rauchen und zu viel Alkohol schaden der Gesundheit. Dass die Zellgifte jedoch auch einen Vitamin-B-Mangel begünstigen können, ist weniger bekannt. Starkes Rauchen und ein hoher Alkoholkonsum führen zu einem deutlichen Anstieg des Homocysteinspiegels. Zu viel Homocystein im Blut geht wiederum mit einem erhöhten Risiko für Herz- und Gefäßerkrankungen einher. Um das schädliche Stoffwechselprodukt abzubauen, braucht der Körper die Vitamine B6, B12 und Folsäure. Daher steigt der Bedarf an diesen Aufbaustoffen, wenn man raucht und regelmäßig Alkohol trinkt. Hinzu kommt, dass beide Genussmittel die Magenschleimhaut so verändern können, dass die Aufnahme von Vitalstoffen in den Körper beeinträchtigt wird.

Vitamin B6, B12 und Folsäure:

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* (Bei) Erschöpfung, die durch einen kombinierten Mangel an Vitamin B6, Vitamin B12 und Folsäure, der ernährungsmäßig nicht behoben werden kann, bedingt ist.

Pflichttext:
Medivitan® iV Fertigspritze, Medivitan® iV Ampullen: Komb. Mangel an Vit. B6, Vit. B12 u. Folsäure, d. ernährungsmäßig nicht behoben werden kann. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker; 10/2018